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Die Geschichte unseres Vereins

Zwar liegen aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg mündliche Überlieferungen und einige Hinweise, wie Schützenscheiben mit Jahreszahlen vor, jedoch sind  keine schriftlichen Nachweise über frühere Aktivitäten von Pruttinger Schützen erhalten geblieben.

Leider sind auch aus der Zeit zwischen den Kriegen nur spärliche Aufzeichnungen vorhanden. Dass in Prutting ein aktives Schützenleben bestand, beweisen aber die Eintragungen in den alten Schießbüchern, die bis ins Jahr 1927 zurückreichen. Geschossen wurde mit Kleinkalibergewehren auf einem Stand mit vier Zügen in Aich bei Prutting. Pfarrer (Thomas?) Freiberger und danach Wolfgang Furtner aus Rotterstetten waren die Schützenmeister bis durch den zweiten Weltkrieg der Schießbetrieb zum Erliegen kam.

Einige Jahre nach dem Krieg ging man daran, die Schützengesellschaft wieder aufzubauen. Abwechselnd wurden die Schießabende beim Kerer- und beim Maierwirt in Prutting sowie beim Huberwirt in Bamham abgehalten.

1958 entschloss man sich, das Vereinslokal fest beim Huberwirt einzurichten, wodurch die Schützengesellschaft aus mittlerweile 50 Aktiven neuen Schwung erhielt. Man trat dem Schützengau Rosenheim-Bad Aibling bei und beschloss, den Verein offiziell wieder zu gründen. Erster Schützenmeister wurde Josef Freinberger, zu seinem Stellvertreter wurde Balthasar Bader gewählt. Mit großem Eifer der Schützenkameraden und der finanziellen Unterstützung durch den Herbergsvater Franz Huber wurde ein Schießstand errichtet. In den folgenden Jahren entwickelte sich ein äußerst engagiertes Schützenleben. Da lag es nahe, den lang gehegten Wunsch nach einer Königskette in Angriff zu nehmen. Zahlreiche Spenden von Talern und Münzen aus den Reihen der Königskette und der Pruttinger Bevölkerung machten es möglich, dass 1962 eine beachtliche Kette angefertigt  werden konnte. Der erste Schützenkönig, der so "geadelt" wurde, war Helmut Haberzettl.

Durch den Tod des Herbergsvaters Franz Huber und der folgenden Aufgabe der Gastwirtschaft waren die Schützen gezwungen, sich nach einer neuen Bleibe umzusehen. Durch das Entgegenkommen der Familie Kerer in Prutting konnte das Schießen aber ebenfalls 1962 in der erweiterten Gaststube umgehend wieder aufgenommen werden. Im Jahr darauf legte der ERste Schützenmeister Freinberger, der am Wiederaufbau des Schützenwesens in Prutting maßgeblichen Anteil gehabt hatte, sein Amt wegen Wegzugs aus Prutting nieder. Sein Nachfolger wurde Hermann Engelbrechtinger, ihm wiederum folgte Werner Schöler.

1971 wurde der Schießbetrieb aus der Gaststube in den ersten Stock verlegt, wo am neu errichteten Stand mit drei Zügen um Ringe und Blattl gekämpft wurde.

Im Jahre 1974 übernahm Hubert Linner die Geschicke der Schützengesellschaft. Es sollte eine ereignisreiche Amtszeit werden, denn bereits im Jahr darauf wurde der Beschluß gefasst, eine Vereinsfahne anzuschaffen. Dank großzügiger Spenden konnte der Auftrag bald erteilt werden. Und so wurde 1977 die Weihe der neuen Fahne zusammen mit dem 50jährigen Bestehen gefeiert. Als Paten stellten sich die Schützen des Nachbarvereins "Alpengrün" Niedernburg gerne zur Verfügung, jedoch nicht ohne sich vorher durch "Scheitlknien" ausgiebig bitten zu lassen.

Bei soviel Enthusiasmus wuchs auch das Interesse in der Bevölkerung am Schießsport, so dass zur gleichen Zeit auch der erste fest eingebaute Schießstand mit dringend benötigten fünf Zügen entstand. Außerdem wurde eine zweite Königskette für die Schützenjugend angeschafft.

Im Zuge von Umbaumaßnahmen beim Kererwirt wurde 1984 der Schießstand aus dem ersten Stock in den Keller verlegt, wo er sich bis 2008 befand. Zur selben Zeit fanden sich mehrere Interessierte aus den Reihen des Vereins, die sich dem Böllerschießen zuwandten und so dem Vereinsleben eine neue Facette hinzufügten.

Nach zwölf erfolgreichen Jahren übergab Hubert Linner sein Amt als Erster Schützenmeister 1986 an Alfred Hartmaier, der bis dahin schon im sportlichen Bereich der Jugendarbeit gewirkt hatte. Er brachte die Luftpistole ins Repertoire, die sich seit dem bei den Schießabenden etabliert hat.

Ab 1988 stand Hallmann Willy den Pruttinger Schützen vor. Eine der ersten Handlungen nach Amtsantritt war die schon länger geplante Eintragung der Gesellschaft ins Vereinsregister. Mit der Durchführung einiger Veranstaltungen konnte eine neue Schießausstattung und ein modernes Auswertgerät finanziert werden.

2001 wurde beim Kererwirt endgültig der Gastronomiebetrieb eingestellt. Der Schießbetrieb konnte dank der Eigentümerin Gabriele Kerer weitergeführt werden. Ein zusätzlich zur Verfügung gestellter Raum wurde in Eigenleistung zum Aufenthaltsraum ausgebaut. So konnten sogar wieder Vergleichsschießen mit den Nachbarsvereinen durchgeführt werden.

 

 

 

Früher war Prutting für den großen Kerer-Saal und die Veranstaltungen darin im Landkreis weit bekannt. Aber seit der Schließung des Saals im Jahr 2000 fehlt nicht nur der Schützengesellschaft ein geeigneter Veranstaltungsort sondern auch dem Theaterverein die geeignete Bühne für Aufführungen und Proben ebenso der Gilde und dem Trachtenverein. Dadurch wurde in den Folgejahren die Turnhalle des Öfteren zweckentfremdet und mit viel Mühe und Aufwand für die jeweilige Veranstaltung fit gemacht. Jedem war klar, dass dies keine Dauerlösung sein konnte.

Mit dem Verkaufsangebot eines denkmalgeschützten Stadls in Heumühle an den Theaterverein war die Idee eines neuen Kulturzentrums geboren. Daher auch der Name: „Dorf“ für die den Gemeinschaftstreffpunkt der Gemeinde und „Stadl“ eben auf Grund des historischen Verbundstadls.

Im Jahr 2006 bekam das Projekt dann auch die notwendige finanzielle Unterstützung durch Dr. Albert Fischer.

In Windeseile wurden konkrete Planungen erstellt; der Dorfstadl Förderverein gegründet; von der Gemeinde Prutting ein Grundstück bereitgestellt. Nach gründlichen Planungen des Bauausschusses erfolgte am 18.August.2007 der Spatenstich.

Von dort an arbeiteten über 180 Helfer ca. 18.000 unentgeltliche Arbeitsstunden ab und schafften es in nicht einmal eineinhalb Jahren den Dorfstadl fertig zu stellen.

Mit der Einweihungsfeier am 16.November 2008 haben nicht nur vier Vereine ein neues Dach über den Kopf, sondern auch die Pruttinger selbst sind durch ihre Willensstärke und ihren Optimismus ein großes Stück näher zusammengewachsen. Die Schützengesellschaft erhielt im Keller des Gebäudes einen Schießstand mit 8 Zügen, wovon einer für Kleinkaliber genehmigt ist. Ebenso konnte ein Stüberl (Lehrgangsraum) eine Umkleide, eine Waffenkammer und ein Minibüro eingerichtet werden.